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Statistik und mögliche aktuelle

Wetterentwicklung April 2019

in Brandenburg / Booßen

 

geschrieben von Hans-Joachim Knußmann

Statistik und mögliche aktuelle Wetterentwicklung im April  2019 in Brandenburg.

 

NUR LEICHT WECHSELHFT, ZU MILD UND ETWAS ZU TROCKEN
Aufgrund langjähriger statistischer Unterlagen aus den Jahren 1961 bis 1990, die amtlich weiterhin als Vergleichswerte genutzt werden, wurden für den April folgende mittlere Klimadaten ermittelt: Das Monatsmittel der Temperatur betrug im östlichen Brandenburg 7,5 Grad, nach Nordwesten und Westen hin 7,9 Grad. Die bisherigen Extremwerte erreichten als Höchsttemperatur 25 selten bis 30 Grad und nachts wurde ein Minimum von örtlich noch etwas unter minus 5 Grad beobachtet. Die Zahl der Tage mit Nachtfrost schwankt zwischen 3 und 5, Tage mit Dauerfrost gab es nicht mehr. Im Durchschnitt fielen 35 bis 40 mm Niederschlag. Die Niederschläge waren auf 12 bis 16 Tage verteilt. An etwa 3 Tagen kam es noch zu nassem Schneefall. Gewitter traten an 1 bis 2 Tagen auf. An 1 bis 2 Tagen gab es Nebel und 2 bis 5 Tage blieben trüb und damit ohne Sonnenschein. Die Sonne schien mit 160 bis 180 Stunden.
Weitere statistische Unterlagen, Wettermodelle und die augenblickliche globale Großwetterlage
vermitteln uns folgende voraussichtliche WETTERENTWICKLUNG im APRIL 2019:
Der April bringt oft recht wechselhaftes Wetter. Sehr unterschiedliche Wetterlagen wechseln sich ab. So kann an der Vorderseite von Tiefdruckgebieten Warmluft aus dem Süden unsere Region erreichen, andererseits gelangt an der Rückseite aus dem Nordwesten polare Kaltluft mit vereinzelten Regen- und Schneeregenschauern und teilweise leichten Nachtfrösten in unsere Region.
Die erste Monatsdekade wird zunächst von tiefem Druck über dem westlichen und südwestlichen Europa bestimmt, damit kan mit einer südlichen Strömung recht milde Luft unsere Region erreichen. Die Grenze zu deutlich kühlerer Luft mit Regenfällen befindet sich nicht weit westlich von Berlin. Wir haben es mit örtlich starker Bewölkung und nur vereinzelten Regenschauern sowie längeren sonnigen Abschnitten zu tun. Die Temperatur steigt je nach Bewölkungsverhältnissen auf Höchstwerte von 13 bis 19 Grad. Die Nächte bleiben weitestgehend frostfrei. Der mäßige Wind weht aus südlicher bis östlicher Richtung.
In der zweiten Monatsdekade wird sich zunächst hoher Luftdruck über Skandinavien behaupten, er verlagert sich aber langsam westwärts. Andererseits wird sich tiefer Luftdruck über dem südlichen und südwestlichen Europa halten. Anfangs wird von Südosten milde Luft unser Gebiet erreichen, im weiteren Verlauf gelangt von Norden Luft polaren Ursprungs nach Brandenburg. Neben stärkeren Wolkenfeldern wird es weiterhin auch längere sonnige Abschnitte geben. Nur vereinzelt sind kurze Regenschauer möglich. Die Temperaturen steigen anfangs auf 14 bis 19 Grad und sinken später auf 9 bis 14 Grad In klaren Nächten sinkt die Temperatur bis 0 Grad. Der mäßige bis frische Wind weht aus nordöstlicher, später nördlicher bis nordwestlicher Richtung
Die dritte Monatsdekade beginnt mit den in diesem Jahr recht spät liegenden Osterfeiertagen. Der hohe Luftdruck liegt jetzt nahe der Britischen Inseln. Unsere Region befindet sich damit in einer nördlichen bis nordwestlichen Strömung. Der Zustrom polarer Kaltluft bleibt weiter wetterbestimmend. Das würde bedeuten, dass oft mit vielen Wolken und nur kurzen heiteren Abschitten sowie einzelnen schauerartigen Regenfälle zu rechnen ist, örtlich können sie mit Graupel oder Schnee vermischt sein. Die Temperaturen steigen nur auf 5 bis 11 Grad und sinken nachts bei längerem Aufklaren bis 0 Grad oder auch etwas darunter. Der frische und böige Wind weht aus nördlicher bis nordwestlicher Richtung. Die Eintreffwahrscheinlichkeit dieses Osterwetters kann mit 75% angesetzt werden. Im weiteren Verlauf der letzten Monatsdekade wird sich von Westen der Hochdruckeinfluss verstärken. Die Sonne kommt immer mehr hervor, es bleibt meist trocken und die Temperaturen steigen auf 15 Grad, teils auch darüber. Anfangs besteht in klaren Nächten noch leichte Frostgefahr. Der mäßige nordwestliche bis nördliche Wind flaut langsam ab.
Der April dürfte damit etwas zu mild ausfallen, die Niederschlagsmenge wird voraussichtlich unter dem langjährigen Mittelwert verbleiben.

Wetterservice Knußmann Booßen