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Statistik und mögliche aktuelle

Wetterentwicklung Januar 2020

in Brandenburg / Booßen

 

geschrieben von Hans-Joachim Knußmann

Statistik und mögliche aktuelle Wetterentwicklung im Januar  2020 in Brandenburg.

 

NOCH ZU MILD, LEICHT WECHSELHFT MIT SONNIGEN ABSCHNITTEN
Aufgrund langjähriger statistischer Unterlagen aus den Jahren 1961 bis 1990, die amtlich weiterhin als Vergleichswerte genutzt werden, wurden für den Januar folgende mittlere Klimadaten ermittelt: Das Monatsmittel der Temperatur betrug im östlichen und nördlichen Brandenburg minus 1,0 bis -minus 1,2 Grad. Die Zahl der Tage mit Nachtfrost schwankt zwischen 16 und 22, Dauerfrost gab es an 6 bis 10 Tagen. Die bisherigen Extremwerte erreichten als Höchstwert 14 bis 16 Grad und nachts wurden minus 25 bis minus 29 Grad gemessen. Im Durchschnitt fielen 30 bis 40 mm Niederschlag. Die Sonne schien mit etwa 50 Stunden. Eine Schneedecke wurde an 14 bis 16 Tagen beobachtet. Zur Glatteisbildung kam es an 2 bis 3 Tagen. Besonders bei Inversionswetterlagen können sich am Boden zahlreiche luftverunreinigende Stoffe konzentrieren.
Weitere statistische Unterlagen, Wettermodelle und die augenblickliche globale Großwetterlage
vermitteln uns folgende voraussichtliche WETTERENTWICKLUNG im Januar 2020:
Oftmals entscheidet sich ob ein kalter oder milder Winter zu erwarten ist in der Zeit zwischen Weihnachten und dem 6. Januar. Ist es in dieser Zeit mindestens an 6 bis 8 Tagen zu mild, folgt mit einer hohen Wahrscheinlichkeit ein milder Januar. Gleiches bringt auch ein deutlich zu warmer Dezember. Damit spricht derzeit alles für einen erneuten milden Winter. Ein Grund liegt auch in der positiven Klimaschwankung mit ihrem derzeitigen Höhepunkt.
Der Januar beginnt mit weiteren Tiefdruckgebieten die vom Nordatlantik ostwärts in Richtung Skandinavien ziehen. Ausläufer dieser Tiefdruckgebiete überqueren mit teils milder und vorübergehend auch polarer Kaltluft Brandenburg. So ist es neben einzelnen sonnigen Abschnitten auch bewölkt und es kommt nur gelegentlich zu etwas Regen oder Schneeregen. Die Temperaturen steigen weiterhin auf Werte von 3 bis 6 Grad, nachts ist nur bei Aufklaren leichter Frost möglich, sonst bleibt es weitgehend frostfrei. Nach dem 7. des Monats wird sich an der Vorderseite eines sehr kräftigen Tiefdruckgebietes nahe Island mit einer südwestlichen Strömung wieder sehr milde Luft in Brandenburg durchsetzen. Die Temperaturen steigen auf Höchstwerte von 6 bis 12 Grad, die Nächte bleiben weitgehend frostfrei. Dazu kommt es zum Durchzug starker Bewölkung mit örtlich etwas Regen oder Sprühregen, zwischendurch lässt sich auch die Sonne sehen. Der Wind weht mit mäßiger Stärke aus südwestlicher bis norwestlicher Richtung. Nach dem 11. Februar wird von Westen wieder etwas kühlere Luft herangeführt. Bei teils starker Bewölkung, teils auch sonnigen Abschnitten wird es nur sehr vereinzelt etwas Regen geben. Die Temperaturen steigen noch auf 3 bis 7 Grad, nur in klaren Nächten sinkt die Temperatur in den leichten Frostbereich, sonst sinken sie bis nahe 0 Grad. Der Wind weht weiterhin mäßig bis frisch aus südwestlicher bis westlicher Richtung. Im letzten Monatsdrittel werden voraussichtlich die erheblichen Temperaturgegensätze über dem Nordatlantik erhalten bleiben und damit auch die Grundlage für die weitere Bildung kräftiger Tiefdruckgebiete, die ostwärts ziehend über Brandenburg das milde und leicht wechselhafte Wetter mit Temperaturen von 2 bis 9 Grad fortsetzen.
Insgesamt dürfte der Januar zu mild ausfallen, die Niederschlagsmenge wird wahrscheinlich etwas unter dem Normalwert verbleiben.
Recht gute Wintersportmöglichkeiten wird es in den Alpen besonders in den höheren Lagen geben. In unseren Mittelgebirgen dürfte es meist nur in den höheren Lagen und auch nur vorübergehend für Wintersport reichen.
Oft setzt sich das milde Wetter des Januars auch in dem folgenden Monat Februar weiter fort. Auch die Zeit zwischen Weihnachten und dem 6. Januar war zu mild, eine weitere statistische Aussage über einen zu milden Winter.

 

Wetterservice Knußmann Booßen