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Statistik und mögliche aktuelle

Wetterentwicklung Dezember 2020

in Brandenburg / Booßen

geschrieben von Hans-Joachim Knußmann

 

Statistik und mögliche aktuelle Wetterentwicklung im Dezember  2020 in Brandenburg.

 

WEIHNACHTEN MIT 60% WAHRSCHEINLICHKEIT ZU KALT, ETWAS SCHNEE MÖGLICH
Aufgrund langjähriger statistischer Unterlagen aus den Jahren 1961 bis 1990, die amtlich noch als Vergleichswerte genutzt werden, wurden für den Dezember folgende mittlere Klimadaten ermittelt: Mit dem Dezember beginnt in der Meteorologie der Winter. Das Monatsmittel der Temperatur betrug im östlichen und nördlichen Brandenburg 0,4 Grad bis 0,9 Grad. Die mittlere Tageshöchsttemperatur befand sich bei 2 bis 4 Grad und die nächtliche Tiefsttemperatur bei 0 bis minus 3 Grad. Die bisherigen Extremwerte erreichten als Höchsttemperatur 14 bis 16 Grad und nachts wurde ein Minimum von minus 20 Grad bis minus 25 Grad gemessen. Die Zahl der Tage mit Nachtfrost lag bei 10 bis 15, Dauerfrost brachten 5 bis 8 Tage. Im Durchschnitt fielen 35 bis 45 mm Niederschlag. Die Niederschläge waren auf 14 bis 19 Tage verteilt. Die Sonne schien aufgrund der recht kurzen Tage nur 35 bis 40 Stunden. Etwa 15 bis 20 Tage blieben trüb und damit ohne Sonnenschein. Es traten 3 bis 8 Nebeltage auf.
Weitere statistische Unterlagen, Wettermodelle und die augenblickliche globale Großwetterlage
vermitteln uns folgende voraussichtliche WETTERENTWICKLUNG im Dezember 2020:
Nachdem zu Beginn des Monats ein Tiefdruckgebiet über Westdeutschland nach Süden zieht setzt sich von Nordosten her Hochdruckeinfluss durch. Damit hält auch von Osten der Zustrom mäßig kalter und zeitweise auch feuchter Luft weiter an. Die Temperaturen steigen bis zum 4. des Monats auf 0 bis 2 Grad und sinken nachts je nach Bewölkungsverhältnissen auf 0 bis minus 5 Grad. Neben längeren sonnigen Abschnitten ziehen auch Nebel. und Hochnebelfelder heran. nur vereinzelt fällt etwas Schnee oder Schneeregen. Besonders in den Morgenstunden kommen neben Nebel auch Reifablagerungen dazu. Ab dem 5. Dezember wird an der Vorderseite von Tiefdruckgebieten über den Britischen Inseln und Frankreich von Südosten mildere Luft besonders in das östliche Brandenburg. Neben vielen Wolken gibt es auch örtliche Regenfälle. Die Temperaturen steigen vorübergehend auf 5 bis 10 Grad und bleiben nachts über 0 Grad. Es weht ein schwacher bis mäßiger südlicher bis östlicher Wind. Ab dem 8. des Monats stellt sich wieder eine ruhige Hochdrucklage ein. Nur vorübergehend lässt sich die Sonne sehen, sonst ist es oft hochnebelartig bewölkt und es wird kaum Niederschlag geben. Die Temperaturen sinken wieder auch Höchstwerte von 2 bis 5 Grad und nachts auf 2 bis minus 2 Grad. Es weht nur ein schwacher Wind. Bei wenig geänderten Temperaturen wird es vom 10. bis 13. Dezember bei starker Bewölkung zu einzelnen Regenfällen kommen. Nach dem 13. werden am Rande von Tiefdruckgebieten über der nördlichen Ostsee und den Britischen Inseln die Temperatur nur noch auf plus 1 bis 4 Grad steigen, nachts gibt es Frost von 0 bis minus 5 Grad. Nach dem 17. kann sich eine Grenzlage zwischen kälterer Luft über dem nördlichen Deutschland und milderer Luft über dem westlichen und südlichen Deutschland einstellen. Damit bleibt es meist stark bewölkt und gebietsweise fallen Niederschläge, meist als Regen. Die Temperaturen werden 2 bis 5 Grad erreichen und nachts auf Werte von etwas über 0 Grad sinken. Interessant wird dann das Weihnachtswetter. Schauen wir in die Statistik, dann hatten wir 2000 und 2001 sowie 2009 und 2010 bei Frost eine Schneedecke, 2010 waren es Spitzenwerte von 30 bis 40 cm. Auch der diesjährige November war deutlich zu warm. Es wäre also wieder ein winterliches Weihnachten fällig. Aus derzeitiger Sicht besteht die Möglichkeit, dass auf der Rückseite weiterer heranziehender Tiefdruckgebiete vorübergehend kältere Luft mit einzelnen Schneeschauern das östliche Brandenburg überziehen. Näheres ist erst nach dem 10. Dezember zu erkennen.
Damit dürfte der Dezember etwas zu mild und zu trocken ausfallen.
Mit einer Eintreffwahrscheinlichkeit von 60 bis 70% kann einem zu milden Dezember auch ein milder Januar folgen, während für einen zu kalten Dezember mit ähnlicher Eintreff-wahrscheinlichkeit ein zu kalter Januar folgen kann. Eine weitere statistisch belegte Regel besagt, dass einer sehr milden ersten Dezemberhälfte mit einer Wahrscheinlichkeit von 75% ein milder Januar und Februar folgen. Um die Jahreswende entscheidet sich oft der weitere Verlauf des Winters. Ist es an mindestens 7 Tagen zwischen Weihnachten und dem 6. Januar zu mild, dann wird es mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auch im Januar und Februar zu mild. Kalten Wintern geht oft eine Kälteperiode um die Jahreswende voraus.

Wetterservice Knußmann Booßen.